Warum Apple meine Langzeitplanung bestätigt

Schon lange bevor ich mich 2013 selbständig machte, tat ich etwas, an das viele Unternehmen leider oft noch nicht einmal zum 20jährigen Firmenjubiläum denken.

Langzeitplanung ist für mich kein Fremdwort. Also setzte ich mich hin und überlegte, wie sich mein erstes Produkt (mein Onlinemagazin Tierparkinfo.de) in den folgenden 5-30 Jahren entwickeln wird.

Wie der Markt sich verändern und die Mitbewerber sich anpassen würden. Wann der Markt voraussichtlich gesättigt wäre und mit welchen Diversifikationen das Produktleben zu verlängern wäre. Und natürlich, welche weiteren Produkte aufzubauen mir Spaß bereiten wird. Moment, Produktleben? Ich sehe das Fragezeichen über einigen Köpfen schweben. Auch Produkte haben eine Lebensspanne. Zuerst ist da die Idee, dann wird diese realisiert und das Produkt ist geboren. Dann wächst es. Kleine und große Krisen gehören auch hier zum Leben dazu. Daran wachsen Produkt und EntwicklerIN/ AnbieterIn gleichermaßen. Irgendwann ist der Markt gesättigt. Der Absatz stagniert, geht zurück und endet. Das Produktleben endet also nach vorheriger Ankündigung. Wir sind gut beraten, wenn wir die Zeichen dafür erkennen und diese natürliche Entwicklung in unserer geschäftlichen Langzeitplanung berücksichtigen.

infografik_84_absatz_apple_iphone_nBei Apple beobachte ich in dieser Hinsicht bemerkenswerte Veränderungen.

Iphones sind in ein anderes Marktsegment gewandert. Sie sind nachwievor hochpreisige Güter, doch durch entsprechende Vertragsabschlüsse massentauglich geworden. Ihr Wert als Statussymbol hat dadurch in bestimmten Käuferkreisen deutlich abgenommen.

Quelle: Statista

Der must-have-Faktor sinkt stetig weiter und wird durch die Frage verdrängt, was dem jeweiligen Nutzer mehr Vorteile bringt. Bisher überwogen diese aus subjektver Käufersicht bei Apple, doch nun muss sich der Konzern der unangenehmen Seite seiner Produktpolitik stellen. Apple hat sich bewusst entschieden, nur sein Betriebssystem iOS auf Applegeräten laufen zu lassen. Außerdem wird nur wenigen auserwählten Drittanbietern ermöglicht, ihre Apps auf Appleprodukten zur Verfügung zu stellen. Des Weiteren wird es von Apple sehr erschwert, Daten von einem betriebsfremden Gerät auf ein Applegerät zu übertragen oder vice versa. Kurz, man ist entweder ein Fan der Apple-Familie und gehört zum Club oder man steht außerhalb und schaut durchs Fenster.

Inzwischen tut das keiner mehr voller Sehnsucht. Denn jeder kann sich nun Appleprodukte über entsprechende Vertragsabschlüsse sichern.

Der mystische Schleier wurde für die Massen gelüftet. Jeder kann Apple ausprobieren und testen. Jeder kann dazugehören. Jeder der will. Doch das ist der Punkt. Nicht jedem ist es wichtig, welcher Markenname auf dem Handy prankt. Entscheidender als der Name ist, was ich mit den Geräten machen kann. Vom Telefonat über die Kalenderfunktion und integrierter Foto- und Videokamera bis hin zum schnellen Zugriff auf die Profile in den Sozialen Netzwerken, müssen sich andere Smartphoneanbieter nicht mehr hinter Apple verstecken. Sie haben sogar einen enormen Vorteil. Ich kann meine Daten relativ leicht mit den Geräten von Geschäftspartnern, Kollegen, Freunde und Familie abgleichen. So lange es sich nicht um ein Appleprodukt handelt, heißt das.

Aus meiner persönlichen Sicht, sind Appleprodukte nur bedingt alltagstauglich. Dieser Ansicht war ich schon immer. Ich bin alles andere als ein Fan, denn Apple erschwert mir unnötig das Leben! Ehrlich gesagt, bin ich ziemlich genervt, wenn ich etwas schnell abgleichen möchte und mein Gegenüber „arbeitet“ mit iphone und ipad. Meine Reaktion lautet nicht „Oh wow, Du hat ein iphone/ipad, darf ich mal sehen?“, sondern ein gereiztes „wie sollen wir jetzt damit vorwärts kommen?“.

Langzeitplanung lag hier vielleicht nicht im Focus. infografik_2526_anteil_android_ios_am_weltweiten_mobile_traffic_nKlar ist, nicht jeder mag Appleprodukte. Das war schon immer so. Man ist begeisteter Fan solcher Marken oder zeigt demjenigen, der sie als allein seeligmachend darstellt, einen Vogel. Gleichzeitig nimmt jedoch der Wunsch alles jederzeit mit jedem teilen zu können, stetig zu. Daher wird gründlich überlegt, ob man einem exlusiven geschlossenen Club angehören oder durch die Wahl eines

Quelle: Statista

anderen Smartphoneanbieters lieber flexibel bleiben möchte. Oder man möchte in beiden Lagern dabei sein und schafft sich ein Zweitgerät an. Ein „ich gehöre zum Apple-Club“ Gerät, das hauptsächlich als ein Signal genau dafür verstanden werden soll. Und ein zweites Gerät mit Android-Betriebssystem, dass tatsächlich genutzt wird. Mit dem gearbeitet und gelebt wird. Man kombiniere diese Überlegungen mit den Tatsachen, dass die Verkaufszahlen des iphones stagnieren, gleichzeitig nur noch ein Drittel des mobilen Traffics auf iOS, dem Betriebssystem von Apple entfällt, während der Marktanteil von Android stetig steigt und Apple mit seiner Applewatch die Produktdiversifikation forciert , kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass Apple Apple sich darauf einstellt, dass auch das Produktleben seiner iphone-Reihe früher oder später endet. Und das ist auch gut so. Sowohl, dass die iphones irgendwann vom Markt verschwunden sein werden, als auch das Apple sich den neuen Umständen anpasst. Denn über die Produktpolitik welchen Konzerns könnte ich mich sonst derart gleichzeitig aufregen und amüsieren? Und eins steht fest, ich fühle mich durch Apple darin bestätigt, die Lebensspanne meiner Produkte bereits vor der „Geburt“ in Visier zu nehmen. Langzeitplanung ist für jede(n) Selbständige(n) ein Muss!

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Carmen Splitt

Mein Name ist Carmen Splitt und die drei wichtigsten Dinge in meinem Leben sind meine Seele, mein Glauben und meine Freiheit, die sich unter anderem in meiner Selbständigkeit ausdrückt. Ich bin Social Media Coach, unter anderem Inhaberin von TemSM.de und Tierparkinfo.de und GNdKP.de und ich bin in den unendlichen Weiten des Internets unterwegs. Ich bin Bloggerin, überzeugte Lutheranerin, begeisterte Teetrinkerin, faszinierte Trekki, echte Querdenkerin und noch eine ganze Menge andere Dinge. Kurz, ich bin ein komplexer und vielschichtiger Mensch und schreibe in meinem ganz eigenen Stil.

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